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Förderungen der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit

Die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit betont Aktivitäten in der Freizeit, zielt dabei aber auch auf informelles und non-formales Lernen während der schulfreien Zeit ab.
Es wird eine deutliche Abgrenzung zur Schule vorgenommen. Die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit stellt ein freiwilliges Angebot dar, ohne dass Kinder und Jugendliche zur Teilnahme verpflichtet werden können.

Sie lässt sich im Wesentlichen in drei Bereiche einteilen:

  • Verbandliche Kinder- und Jugendarbeit:
    Ihre Ziele und weltanschaulichen Hintergründe sind beispielsweise konfessioneller, kultureller, ökologischer oder parteipolitischer Natur. Mit ihren Angeboten und Aktivitäten deckt die verbandliche Kinder- und Jugendarbeit ein breites Spektrum ab und erreicht rund 1,5 Millionen junge Menschen bis 30 Jahre (Bundesjugendvertretung, 2011).
  • Jugendinformation:
    Sie beschränkt sich nicht auf spezielle Themen, sondern bietet jungen Menschen bei allen Fragen einen ersten Anknüpfungspunkt. Die Österreichischen Jugendinfos bieten mit insgesamt 28 Stellen in allen Bundesländern (Stand: Februar 2018) ein flächendeckendes Service für junge Menschen. Die Kernzielgruppe stellen die 12- bis 26-Jährigen dar.
  • Offene Kinder- und Jugendarbeit:
    Mit ihren Angeboten zwischen sozialer Arbeit, Bildungsarbeit, Kulturarbeit und Gesundheitsförderung ist sie ein bedeutsamer Sozialisationsort für junge Menschen. Sie findet in Jugendzentren, Jugendtreffs, Jugendcafés und anderen Einrichtungen, aber auch im öffentlichen Raum (z.B. Parkanlagen, Bahnhöfe, öffentliche Plätze) statt. In Österreich gibt es rund 400 Trägereinrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, teils mit mehreren Standorten.

Die Tätigkeit von Jugendorganisationen im Bereich der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit wurde 2017 gemäß dem Bundesgesetz über die Förderung der außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit (Bundes-Jugendförderungsgesetz) im Ausmaß von rund 7,9 Mio. Euro gefördert. Dies sind staatlich bereitgestellte Ressourcen für die Basis- und Projektförderung aus dem Jugendbudget des Bundesministeriums für Familien und Jugend (derzeit: Sektion „Familien und Jugend“ im Bundeskanzleramt); eine Gesamtdarstellung der Mittel des Bundes oder der Länder ist nicht möglich.
Der Anteil der für Kinder gewidmeten Mittel wurde nicht gesondert aufgeschlüsselt.

Bezug zur Kinderrechtekonvention

Artikel 28 und 29 Kinderrechtekonvention normieren das Recht des Kindes auf Bildung.

Artikel 31 Kinderrechtekonvention normiert das Recht des Kindes auf Ruhe und Freizeit, auf Spiel und altersgemäße aktive Erholung sowie auf freie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben. Die Vertragsstaaten verpflichten sich das Recht des Kindes auf volle Beteiligung am kulturellen und künstlerischen Leben achten und zu fördern und die Bereitstellung geeigneter und gleicher Möglichkeiten für die kulturelle und künstlerische Betätigung sowie für aktive Erholung und Freizeitbeschäftigung zu fördern.

Entwicklung

Die aus dem Jugendbudget des Familienministeriums bereitgestellten Förderungen legten seit dem Jahr 2012 um insgesamt 21,8% zu (durchschnittlich +4,1% pro Jahr bis 2017). In den Jahren 2015 (+12,4%) und 2017 (+7,0%) wurden die größten Veränderungen im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr seit 2012 verzeichnet.
Da die Inflation im Jahresdurchschnitt nur bei 1,5% und über die fünf Jahre bei 7,6% lag, ergab sich inflationsbereinigt ein realer Zuwachs des Förderungsausmaßes um 13,2%.

 

 

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