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Bildungsausgaben nach Bildungseinrichtungen

Die öffentlichen Bildungsausgaben Österreichs beliefen sich im Jahr 2015 auf 18,84 Mrd. Euro, wobei der größte Teil auf Allgemeinbildende Pflichtschulen (Volks-, Haupt-, Sonder- und Polytechnische Schulen sowie die Neuen Mittelschulen) in der Höhe von 5,50 Mrd. Euro entfiel (29,2%), gefolgt von Ausgaben für Universitäten mit 4,10 Mrd. Euro (21,8%).
Für alle Kindertagesheime zusammen (darunter fallen Kindergärten, altersgemischte Einrichtungen, Krippen und Horte) wurden 2,32 Mrd. Euro aufgewendet (Anteil 12,3%).
Die beiden nächstgrößten Budgetposten waren die Berufsbildenden mittleren bzw. höheren Schulen mit zusammen rund 2,26 Mrd. Euro (12,0%) und die Allgemeinbildenden höheren Schulen mit 1,82 Mrd. Euro (9,7%).
Den Bildungsausgaben zurechenbare Ausgaben für das Ministerium und die Verwaltung summierten sich auf 1,71 Mrd. Euro (9,1%).
Die drei kleinsten Ausgabengruppen bildeten die Berufsschulen mit 565 Mio. Euro (3,0%), die Fachhochschulen mit 361 Mio. Euro (1,9%) sowie die Pädagogischen Hochschulen mit 210 Mio. Euro (1,1%).

Bezug zur Kinderrechtekonvention

Artikel 28 Kinderrechtekonvention normiert das Recht auf Bildung.

Entwicklung

Die öffentlichen Bildungsausgaben wuchsen seit 2000 um 70,3% und somit stärker als die Wirtschaftsleistung (+61,3%); deutlich über der Inflationsrate liegende Zuwächse bewirkten eine reale Erhöhung der Ausgaben um 27,1% (siehe: Überblick über Bildungsausgaben).

Die Budgets für Kindertagesheime (Kindergärten, altersgemischte Einrichtungen, Krippen und Horte: +141,8%) und für Hochschulen (Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Akademien/Hochschulen: +115,2%) wurden seit 2000 mehr als verdoppelt. Damit stiegen sie, wie die Bildungsausgaben insgesamt, wesentlich stärker als die Wirtschaftsleistung. Auch inflationsbereinigt waren die Ausgabenzuwächse beträchtlich: für die Kindertagesstätten real um 80,5% und für die Hochschulen real um 60,6%.

Ziemlich genau im Trend des Bruttoinlandsprodukts lag das Wachstum der gemeinsamen Budgets für die Allgemeinbildenden höheren bzw. Berufsbildenden höheren und mittleren Schulen (+61,2%; nominelles BIP: +61,3%). Real gab es eine deutliche Zunahme um 20,3%. Am geringsten wuchsen die Ausgaben für den Pflichtschulsektor (Volksschulen, Neue Mittelschulen, Hauptschulen, Polytechnische Schulen, Berufsschulen: +44,5%) und damit langsamer als die Wirtschaftsleistung. Sie stiegen aber auch real noch um 7,8%.

Das Verwaltungsbudget wurde anteilsmäßig seit 2000 von 10,9% um etwa ein Sechstel auf 9,1% der Gesamtbildungsausgaben reduziert. Das Wachstum bis 2015 war mit 41,4% am geringsten von allen hier angeführten Sektoren (real +5,5%).

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