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Bildungsausgaben nach Bildungseinrichtungen

Die öffentlichen Bildungsausgaben Österreichs beliefen sich im Jahr 2017 auf 20,10 Mrd. Euro, wobei der größte Teil auf Allgemeinbildende Pflichtschulen (Volks-, Haupt-, Sonder- und Polytechnische Schulen sowie die Mittelschulen) in der Höhe von 5,96 Mrd. Euro entfiel (29,6%), gefolgt von Ausgaben für Universitäten mit 4,31 Mrd. Euro (21,4%).
Für alle Kindertagesheime zusammen (darunter fallen Kindergärten, altersgemischte Einrichtungen, Krippen und Horte) wurden 2,61 Mrd. Euro aufgewendet (Anteil 13,0%).
Die beiden nächstgrößten Budgetposten waren die Berufsbildenden mittleren bzw. höheren Schulen mit zusammen rund 2,36 Mrd. Euro (11,7%) und die Allgemeinbildenden höheren Schulen mit 1,93 Mrd. Euro (9,6%).
Den Bildungsausgaben zurechenbare Ausgaben für das Ministerium und die Verwaltung summierten sich auf 1,76 Mrd. Euro (8,8%).
Die drei kleinsten Ausgabengruppen waren die Berufsbildenden Pflichtschulen (Berufsschulen) mit 580 Mio. Euro (2,9%), die Fachhochschulen mit 398 Mio. Euro (2,0%) sowie die Pädagogischen Hochschulen mit 194 Mio. Euro (1,0%).

Bezug zur Kinderrechtekonvention

Artikel 28 Kinderrechtekonvention normiert das Recht auf Bildung.

Entwicklung

Die öffentlichen Bildungsausgaben wuchsen von 2000 bis 2017 um 81,6% und somit stärker als die Wirtschaftsleistung gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP: +73,4%); deutlich über der Inflationsrate liegende Zuwächse bewirkten eine reale Erhöhung der Ausgaben um 31,6% (siehe: Überblick über Bildungsausgaben).

Die Budgets für Kindertagesheime (Kindergärten, altersgemischte Einrichtungen, Krippen und Horte: +172,7%) und für Hochschulen (Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Akademien/Hochschulen: +125,9%) wurden seit 2000 mehr als verdoppelt. Damit stiegen sie deutlicher als die öffentlichen Bildungsausgaben insgesamt und wesentlich stärker als die Wirtschaftsleistung. Auch inflationsbereinigt waren die Ausgabenzuwächse beträchtlich: für die Kindertagesstätten real um 97,6% und für die Hochschulen real um 63,7%.

Etwas unter dem Trend des Bruttoinlandsprodukts lag das Wachstum der gemeinsamen Budgets für die Allgemeinbildenden höheren bzw. Berufsbildenden höheren und mittleren Schulen (+65,1%; nominelles BIP: +73,4%). Real gab es eine deutliche Zunahme um 19,6%. Am geringsten wuchsen die Ausgaben für den Pflichtschulsektor (Volksschulen, Mittelschulen, Hauptschulen, Polytechnische Schulen, Berufsschulen: +57,5%) und damit deutlich langsamer als die Wirtschaftsleistung. Sie stiegen aber auch real noch um 14,2%.

Das Verwaltungsbudget wurde anteilsmäßig seit 2000 von 10,9% um etwa ein Sechstel auf 8,8% der Gesamtbildungsausgaben reduziert. Das Wachstum bis 2017 war mit 45,4% am geringsten von allen hier angeführten Sektoren (real +5,4%).

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