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Der Bericht des Unicef-Forschungszentrums Innocenti, Report Card 8, The child care in transition. A league table of early childhood education and care in economically advanced countries(2008) führt eine Reihe von Forschungsarbeiten auf, die Vorteile und Chancen früher außerhäuslicher Betreuung bestätigen, wenn diese hohen Standards entsprechen, nennt aber auch Risken, wenn diese nicht eingehalten werden. Bereicherung … Eine Reihe von Studien mit denen die außerhäusliche Betreuung von kleinen Kindern langfristig evaluiert wurde (Schweden, Frankreich, England, USA und Neuseeland), weist folgende Vorteile der Betreuung in hochqualitativen Kindertagesstätten nach:
(zusammengefasst von Jeanne Brooks-Gunn, Professorin an der Columbia Universität, NY) Besorgnis… In dem Bericht werden jedoch auch Arbeiten referiert, die Bedenken äußern und meinen, dass eine außerhäusliche Betreuung unter Dreijährigen nicht gut tut, weil sie zu verwundbar sind und viel persönliche Aufmerksamkeit brauchen. Psycholog/innen meinen, dass eine liebevolle, stabile, sichere und stimulierende Beziehung mit den Betreuungspersonen in den ersten Lebensjahren ganz besonders wichtig ist für jeden Aspekt in der Entwicklung eines Kindes. Die nötige individuelle emotionale Zuwendung durch eine oder mehrere Bezugspersonen könne in einer Gruppenbetreuung nicht gewährleistet werden. Und eine australische Menschenrechtlerin, Cathleen Sherry, meint, dass die Väter ihr Leben ändern und Verantwortung für ihre Kinder übernehmen müssen und nicht die kleinen Kinder. Denn niemand hätte das absolute Recht auf Kariere, aber die Eltern haben die Pflicht, für ihre Kinder gut zu sorgen. Was müssen Einrichtungen für unter Dreijährige bieten? Gute Kindergärten/Krippen sollen Treffpunkte für alle Gesellschaftsmitglieder mit einer Vielzahl von Projekten und Zielen sein: Erwerb von Wissen (Lernen), Förderung von Solidarität und gegenseitiger Unterstützung, Workshops für die Nachbarschaft, Möglichkeiten für öffentliche Forschung, Förderung von Gleichberechtigung, Einübung in Demokratie usw. Diese Einrichtungen haben daher vielen Rollen: kulturelle, soziale, politische, ökonomische, ästhetische usw. und dürfen nicht nur als Kinderbetreuung zur Entlastung berufstätiger Eltern fungieren (Peter Moss). Damit Kinder effektiv lernen können, müssen folgende Eckpunkte gesichert sein:
Im Unicef-Bericht "The child care transition" heißt es einleitend, dass gerade eine große Änderung über die Kindheit in den reichen Ländern der Welt kommt. Denn die heranwachsende Generation ist die erste, in der auch ein Großteil der ganz Kleinen viel Zeit in Betreuungseinrichtungen verbringt. Gleichzeitig sagt uns die Neurowissenschaft, dass eine liebevolle, stabile, sichere und stimulierende Beziehung mit den Betreuungspersonen in den ersten Lebensjahren für jeden Aspekt in der Entwicklung eines Kindes ganz besonders wichtig ist. Für die Politik bedeutet dies große Herausforderungen, damit der Wechsel in der Kinderbetreuung ein Vorteil und kein Rückschlag für die Gesellschaft wird.
(Thema des Monats März 2010) |
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