Tagung "Jugend und Gewalt"Rasanter Anstieg der Kinder- und Jugendkriminalität!“, StraftäterInnen werden immer jünger, Jugendliche immer gewalttätiger!“ Die Medien-Berichterstattung über Jugendkriminalität setzt auf Sensation und Skandal.Bei der vom wienXtra-institut für freizeitpädagogik ausgerichteten Tagung Jugend und Gewalt“ werden die aktuelle Situation analysiert und Zukunftsstrategien diskutiert. Mit Beiträgen aus der Forschung und Erfahrungen aus der Praxis der Kinder- und Jugendarbeit sind alle, die im Bereich Kinder und Jugendliche arbeiten, eingeladen, sich mit dem Thema offen und zukunftsorientiert auseinanderzusetzen. Wann: Mi, 22. April 2009, 9:00-16:30 Kinder gegen KinderarmutDas beste Gesetz gegen die Ausgrenzung armer“ Kinder im Chat gesucht.Die Demokratiewerkstatt hat einen Wettbewerb zum Thema gestartet. Bis zum 3. April sind Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 14 Jahren aufgefordert, gemeinsam mit ihrer Klasse ein Gesetz zu erarbeiten, damit sich Kinder mit wenig Geld nicht ausgegrenzt und "arm" fühlen müssen. Unterstützung gibt es dafür auf der Parlaments-Website für Kinder: demokratiewebstatt.at Europas Kinder kennen ihre Rechte!?Die Europäische Kommission (Generaldirektion Justiz, Freiheit und Sicherheit) hat 10.000 Burschen und Mädchen (15—18 Jahre) aus den 27 Mitgliedsstaaten befragt (Gallup Institut, Ungarn), ob sie Kinderrechte kennen, wie sie die Umsetzung von Kinderrechten einschätzen, welche Erfahrungen sie bei der Suche nach Hilfe machten und wo für sie die wichtigsten Handlungsnotwendigkeiten liegen.2/3 aller Jugendlichen wissen, dass es spezielle Rechte für sie gibt, aber 3 / 4 von ihnen wissen nicht, wie sie diese verteidigen und wen sie dafür kontaktieren könnten. Daher gaben auch 88 % an, dass das wichtigste, was auf europäischer Ebene getan werden sollte ist, Kinder mehr über ihre Rechte und Hilfssysteme zu informieren. Dabei sehen 70 % das Internet als die beste Informationsquelle, danach kommt das TV (20 %) und nur wenige (8 %) glauben an Unterrichtsmaterialien. 2/3 der Befragten sind der Meinung, dass ihre Rechte gut gewahrt wären, aber 82 % sagten, dass sie niemanden kennen würden, der je versucht hätte, seine/ihre Rechte durchzusetzen. Als wichtigste Politikbereiche wurden Bildung (74 %), Sicherheit und Schutz vor Gewalt (43 %), Gesundheit und Sozialschutz (40 %) genannt. Interessant ist, dass auch die europäische Studie die Ergebnisse der österreichischen Befragung (2007) bestätigt: Gewalt gegen Kinder gilt als wichtigstes Problem in allen 27 Mitgliedsstaaten. 23 % sind der Meinung, dass die Regierungen einen Schwerpunkt in die Prävention von Gewalt setzen sollten und 20 % nannten sexuelle Ausbeutung; an dritter Stelle steht mit 18 % das Drogenproblem. Mehr: Eurobarometer: Kinderechte 0804 |
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