WeltkindergipfelUN-Weltkindergipfel 1990 Auf dem ersten UN-Weltkindergipfel 1990 hatten sich zahlreiche Staaten mit der Verabschiedung eines 27 Ziele umfassenden Katalogs verpflichtet, die Lebensumstände von Kindern bis zum Jahr 2000 weitreichend zu verbessern. Nur bei sechs der Vorgaben konnte ein messbarer Erfolg erzielt werden, unter anderem bei der Senkung der Kindersterblichkeit und dem Zugang zur Schulbildung. Die Regierungschefs/-innen versprachen am 30. September 1990 unter anderem: "Das Wohlergehen der Kinder erfordert politisches Handeln auf höchster Ebene. Wir sind fest entschlossen, in diesem Sinne zu handeln. Wir gehen hiermit die bindende Verpflichtung ein, den Rechten der Kinder, ihrem Überleben, ihrem Schutz und ihrer Entwicklung hohe Priorität einzuräumen....". UN-Weltkindergipfel 2002 Die Sondersitzung im Mai 2002 ist eine wichtige Nachfolgekonferenz des Weltkindergipfels 1990. 71 Staats- und Regierungschefs/-innen unterzeichneten eine Erklärung für das Überleben, den Schutz und die Entwicklung von Kindern sowie einen Aktionsplan zur Umsetzung dieser Deklaration. Nach einem mehr als zweijährigen Vorbereitungsprozess hielt die Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 8. bis 10. Mai 2002 eine Sondertagung zum Thema "Kinder" (Weltkindergipfel 2002) in New York ab. Dazu wurde bereits im Jahr 2000 auf nationaler Ebene mit den Vorbereitungen für diese Konferenz begonnen, insbesondere mit der Erstellung eines Nationalberichts über innerstaatliche Entwicklungen in Bezug auf Kinder und Jugendliche im vergangenen Jahrzehnt. Über 3000 NGOs haben sich zum Weltkindergipfel angemeldet. Im Vorfeld der Konferenz hatte eine Plattform der Kinderrechteorganisationen (Child Rights Caucus) ein Positionspapier (Kinderrechte-Agenda) ausgearbeitet. Insgesamt nahmen etwa 7.000 Personen am Weltkindergipfel 2002 teil, darunter 69 Staats- und Regierungschefs/-innen bzw. gleichrangige Vertreter/innen und insgesamt 190 Staatendelegationen. Das Kinder- und Jugendforum vereinigte mehr als 400 Jugendliche zwischen 7-18 Jahren aus 154 Staaten, das mit einem "Appell der Kinder" seinen formalen Abschluss fand. Zielsetzungen Ziel der Veranstaltung war die Überprüfung von Fortschritten weltweit seit dem ersten Weltkindergipfel 1990. Dazu legte UNO-Generalsekretär Kofi Annan einen umfassenden und kritischen Situationsbericht ("We the Children") vor, der auch umfangreiches aktuelles Datenmaterial und Beispiele aus der Praxis enthält. Außerdem wurde von den Staatenvertretern/-innen - nach äußerst zähen Verhandlungen, aber letztlich im Konsens - als Abschlussdokument der Sondertagung eine neue Erklärung und ein Internationaler Aktionsplan ("A World fit for Children"/"Eine kindgerechte Welt") beschlossen. Monitoring Über die Implementierung des Aktionsplans "Eine Welt fit für Kinder" wird in der für Herbst 2007 anberaumten UN-Generalversammlung "Plus 5" Bilanz gezogen. Der von Unicef dafür angeforderte Bericht Österreichs (Dez. 2006) fasst die Schwerpunkte des Nationalen Aktionsplans für die Rechte von Kindern und Jugendlichen zusammen. |
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