come on Jugendkultur in NiederösterreichMag. Alexandre Tischer, Amt der NÖ Landesregierung, Abt. Kultur & Wissenschaft Das Land Niederösterreich hat im Jahr 2007 ein österreichweit einzigartiges Jugendkultur-Förderungsprogramm come on“ gestartet. Die Stärkung von Selbstvertrauen und der Persönlichkeitsentwicklung stehen dabei ebenso im Vordergrund wie die Förderung von Autonomie und Selbständigkeit junger Menschen sowie von sozialer Integration, Offenheit und Verantwortungsbewusstsein. Das in Zusammenarbeit mit der Kulturvernetzung Niederösterreich entwickelte Programm bietet Umsetzungschancen für Jugendkultur in all ihren Ausprägungsformen. Es soll junge Menschen anregen und unterstützen, sich kreativ mit ihrem gesellschaftlichen und sozialen Umfeld auseinander zu setzen. Im Zentrum des Förderprogramms steht daher der Grundsatz, dass nicht Erwachsene, sondern die Jugendlichen selbst bestimmen, was unter Jugendkultur zu verstehen ist. Vor diesem Hintergrund soll jungen Menschen ein freies Aktionsfeld geboten werden, das Experimente ebenso erlaubt, wie das Ausloten der eigenen Grenzen. Gefördert werden nichtkommerzielle Projekte aller Kunst- und Kultursparten, mit denen 14- bis 29-Jährige eigenständig und eigenverantwortlich aktiv werden bzw. die von ihnen maßgeblich geplant und umgesetzt werden. Die Fördermaßnahme zeichnet sich dadurch aus, dass jugendkulturelle Ausdrucksformen – nicht wie bisher im Rahmen der Erwachsenenkultur – sondern mit einem eigenen Programm gefördert werden, wofür das Land Niederösterreich bis Ende des Jahres 500.000 € bereitgestellt hat. Neben der finanziellen Unterstützung fanden dieses Jahr in allen Regionen des Landes Workshops statt, um den Jugendlichen auch praktische Tipps und Anregungen zur aktiven künstlerischen Betätigung zu geben. Für die Beurteilung der eingereichten Förderansuchen wurde ein hochkarätiges, Gutachtergremium eingesetzt. Ihm gehören in der Jugendkulturszene etablierte Personen wie Andreas Fränzl von der A‑cappella-Gruppe Bauchklang oder die Musikexpertin Nina Hofer an. Aus den Projekteinreichungen hat das Gutachtergremium bisher 54 Projekte zur Förderung ausgewählt. Neben zahlreichen Musikprojekten finden sich auch Vorhaben aus allen anderen Kunst- und Kulturbereichen wie etwa Tanz, Bildende Kunst, Fotografie, Literatur und Theater, aber auch Performances, Graffiti und virtuelle Projekte. Häufig werden diese Projekte von Diskussionsveranstaltungen und/oder Workshops begleitet. Ein wichtiger Ansatz, der durch come on“ zum Zug kommt ist auch die Förderung von Plattformen und Jugendzentren, wo junge Menschen ihre kreativen Fähigkeiten für künstlerische Ausdrucksformen umsetzen können. Die neue Jugendkulturförderung come on“ hat bereits im In- und Ausland für Aufsehen gesorgt. Ein Austausch von Ideen und Erfahrungen mit internationalen Experten hat im Oktober 2007 stattgefunden. (Thema des Monats April 2008)
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