Kulturelle Beteiligung - Ein KinderrechtAnlässlich des Welttags des Buches am 23. April, mit dem die UNESCO junge Menschen zur Freude am Lesen ermuntern will, steht dieses Thema des Monats im Zeichen des Lesens und der Kultur. Wieder werden vorbildhafte Initiativen vorgestellt und zur Nachahmung empfohlen. Diesmal sind es zwei Projekte des Landes Niederösterreich: Zeit Punkt Lesen“ und come on“:
Der Zugang zu unseren Kulturgütern ist ebenso ein Recht von Kindern wie das Recht, ihre eigene Kultur zu formulieren und ihre eigenen Beiträge einbringen zu können. Daher müssen die Vertragsstaaten der KRK sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche Zugang zu Informationen aus einer Vielfalt inter/-nationaler Quellen haben. Besonders wichtig sind jene, die das soziale, seelische und sittliche Wohlergehen sowie die körperliche und geistige Gesundheit des Kindes fördern. Das beinhaltet, dass es genügend qualitätsvolle Bücher für Kinder und Jugendliche gibt und dass Radio, Fernsehen und Zeitungen auch die Interessen von Kindern berücksichtigen. Gleichzeitig sind Kinder und Jugendliche vor Informationen und Materialien, die ihnen schaden können, zu schützen (KRK, Art. 17). Auch der Art. 29, der die Prinzipien der Bildung festlegt, ist in dem Kontext relevant. Denn Lesen und aktiv am kulturellen Geschehen teilnehmen können heißt, die Bildungsziele so umzusetzen, dass Bildung der Entfaltung der Persönlichkeit, der Talente und der geistigen und körperlichen Fähigkeiten dient. Weiters sichert die KRK Kindern das Recht auf Freizeit, Spiel und Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben zu (Art. 31). Die Politik setzt diese in der KRK verankerten Rechte auf den unterschiedlichen Ebenen um. Dazu tragen sowohl die Bundesregierung mit ihren Bildungs- und Kultureinrichtungen bei wie auch vielfältige Projekte der Landesregierungen und einzelner Kommunen, wenn sie Kinder und Jugendliche damit gezielt einladen, am kulturellen Geschehen teilzunehmen. (Thema des Monats April 2008) |
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