Die Bildungsreform für Österreich. Das Gesamtkonzept in der Umsetzung (Juni 2010)
Das Konzept der Bildungsreform für Österreich (Juni 2010), das in den einzelnen Bundesländern mit unterschiedlichen Schwerpunkten umgesetzt wird, enthält viele Ziele, die den Grundsätzen der KRK entsprechen:
• Talente fördern, Interesse wecken, Qualität sichern, die Schüler/innen in den Mittelpunkt stellen. • Ganztägige Schulangebote ausbauen • Projekt 25+“ (kleinere Klassen und Individualisierung); Kleingruppen 9. Schulstufe • Neue Mittelschule • Bildungsstandards 4. und 8. Schulstufe • Neue Matura AHS (2014) und Neue Matura BHS (2015) sowie Lehre und Matura • Sprachkompetenz Deutsch • Zusammenleben fördern (interkultureller Dialog – Weiße Feder, gegen Gewalt) • Bildungsplan im Kindergarten • Pilotprojekte Schulsozialarbeit • Kunst macht Schule etc …
Weitere Ziele einer modernen Bildungspolitik, die im Bildungskonzept angeführt werden sind:
• Jedes Kind soll unabhängig von Einkommen, Herkunft und Bildung der Eltern Zugang zu erstklassigen, öffentlichen Schulen und damit Chancen auf beste Bildung und Ausbildung haben. • Weil Bildung auf höchstem Niveau über unsere Zukunft entscheidet, braucht Österreich mehr Menschen mit höherer Bildung. • Bildung muss in der Gesellschaft, bei den Eltern einen noch höheren Stellenwert bekommen. • Je höher die Bildung ist, umso niedriger ist das Risiko, arbeitslos zu werden, umso höher sind die Chancen auf bessere Einkommen. • Unsere Schulen müssen den Leistungswettlauf an die europäische Spitze schaffen. • Auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft: Faire Bildungschancen für Kinder mit körperlichen oder geistigen Behinderungen. • Der Kindergarten ist bereits eine wichtige Bildungseinrichtung: Frühkindförderung durch spielerisches Lernen in der Gruppe. • Die Zukunftschancen werden früh entschieden, daher sind Frühkindförderung, verpflichtender Kindergarten, gemeinsame Schule, kostenloses Nachholen von Bildungsabschlüssen und lebensbegleitendes Lernen so wichtig. • Förderung von Interessen und Talenten, Abbau von Lernschwächen statt teurer Nachhilfe. Gezielte Förderung von allen Kindern mit sprachlichem Förderbedarf. • Ausbau ganztägiger Schulangebote haben direkt und indirekt Beschäftigungseffekte (bauliche Maßnahmen, pädagogisches Personal, Vereinbarkeit Beruf und Familie, bessere individuelle Förderung). • Weiterentwicklung der Demokratie an den Schulen: Beteiligung der Schulpartner. • Fähig sein, kritisch zu denken, Probleme lösen können, die innovative Anwendung von Wissen …
darum geht es:
• Die begabtesten Persönlichkeiten sollen für den Lehrberuf – ein Beruf mit Zukunft – gewonnen werden. • Lehrer und Lehrerinnen sind die wichtigsten Bezugspersonen in den Schulen und Quellen des Lernens für unsere Kinder. • Lehrer und Lehrerinnen sind Experten. Ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein und Leistungsorientierung wird von ihnen erwartet. Daher sollten sie in der Gesellschaft hohes Ansehen genießen. • Investitionen in Bildung müssen von Reformen und Innovationen begleitet werden.
Bildung ist ein Kinderrecht
Dr. Edwin Scheiber: "Begabungs- und Begabtenförderung - eine Chance und Aufgabe für Gesellschaft und Schule"
Links
Literaturtipps
(Thema des Monats Sept. 2010)
|