Ausgewählte Ergebnisse der EU Kids Online-StudieDie empirische Erhebung von Risiken und tatsächlich negativen Folgen ist wie hier dargestellt mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. Die EU Kids Online-Studie stellt eine methodisch fundierte und die Unterschiede von Risiken von tatsächlichen Folgen berücksichtigende Erhebung mit länderspezifischen Vergleichsdaten dar. Einige Ergebnisse sind in Folge angeführt. Eine Gesamtschau der aktuell verfügbaren Ergebnisse finden sich im Internet im Bericht Risks and safety on the internet: The perspective of European children – Initial findings from the EU Kids Onine survey of 9-16 year olds and their parents“ Alle Prozentangaben beziehen sich auf Kinder, die das Internet nutzen. Beunruhigende Online-Erfahrungen generell: 42% der österreichischen Kinder stimmten der Aussage zu, dass es im Internet beunruhigende Dinge gibt (EU-Schnitt: 55%). 11% der österreichischen Kinder zwischen 9 und 16 Jahren sagen, dass sie innerhalb des letzten Jahres online schon selbst einmal eine beunruhigende Erfahrung gemacht haben (EU-Schnitt: 12%). Nach Einschätzung ihrer Eltern sind es 7% (EU-Schnitt: 8%). Cyber-Mobbing: Im Hinblick auf Cyber-Mobbing gaben 7% der österreichischen Kinder an, in den letzten 12 Monaten Betroffene von Online-Belästigungen gewesen zu sein (EU-Schnitt: 5%). Generell Betroffene von Mobbing, online oder offline, waren 27% (EU-Schnitt: 19%). Im EU-Schnitt sagen 32% der Betroffenen, dass es sich dabei um eine sehr beunruhigende Erfahrung handelte. 44% geben an, dass die Erfahrung nur ein wenig oder gar nicht beunruhigend war. Offline-Treffen mit Online-Bekanntschaften: 43% der österreichischen Kinder haben bereits online Personen kennengelernt, die sie zuvor nicht persönlich getroffen haben (EU-Schnitt: 29%). 16% haben im vergangenen Jahr eine Online-Bekanntschaft offline getroffen (EU-Schnitt: 8%). Im EU-Schnitt haben wiederum 16% derjenigen, die eine Online-Bekanntschaft offline getroffen unangenehme Erfahrungen gemacht. Sexuelle Bilder: 28% der Kinder haben im vergangenen Jahr sexuelle Bilder in irgendwelchen Medien gesehen (EU-Schnitt: 23%), 16% im Internet (EU-Schnitt: 14%). Von diesen 16% haben 34% der Kinder in Österreich den Kontakt mit sexuellen Bildern als unangenehm empfunden. Das trifft häufiger auf Mädchen als auf Burschen zu und je jünger die Kinder, desto unangenehmer werden die Erfahrungen erlebt. Die österreichischen Partner im EU Kids Online-Projekt, die Universität Salzburg (Fachbereich Kommunikationswissenschaft) hat eine ausführliche Zusammenfassung der österreichischen Ergebnisse erstellt. (Thema des Monats: Februar 2011) Digitale Medien - Chancen und Risiken Bernhard Jungwirth: Den verantwortungsvollen und sicheren Umgang mit digitalen Medien fördern |
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