THEMA des MONATS: „KINDHEITSFORSCHUNG"Für eine zielgerichtete Kinderrechtspolitik brauchen wir tragfähige Informationen über die Lebensbedingungen von Kindern und eine Vorstellung davon, wie diese idealerweise sein sollten. D.h., dass die aktuelle Situation zuerst gemessen und beurteilt werden muss, wenn sie verbessert werden soll. Mehr dazu und weitere News ... Wie Mädchen und Buben in Österreich Armut erlebenWas Armut für Mädchen und Buben bedeutet, dieser Frage sind Ingrid Kromer und Gudrun Horvat nachgegangen. Sie haben Kinder als Subjekte wahrgenommen, was in der Forschungspraxis und in der Armutsberichtserstattung sonst kaum der Fall ist. Informationsbroschüren für Kinder, Eltern und Pädagog/innenDas Familien- und Jugendministerium hat eine Reihe von Broschüren herausgegebenen, die sicheres und verantwortungsvolles Verhalten im Internet aber auch die Kompetenz für sinnvolle Computerspiele fördern sollen. "Safer Surfing", "Safer Internet-Elternratgeber", "Sexualität und Internet" etc. können kostenlos beim BMWFJ bestellt werden. Handbuch: Sex und Gewalt in digitalen Medien
Das neue Handbuch für Pädagog/innen „Sex und Gewalt in digitalen Medien. Prävention, Hilfe & Beratun" enthält 23 Übungen, die in Österreich bereits erfolgreich in der Praxis erprobt wurden. Lehrende finden darin Tipps für die Prävention sowie mögliche Vorgehensweisen bei Anlassfällen in der Schule und Beratungsstellen, bei denen sich jugendliche Opfer von Mediengewalt niederschwellige Hilfe holen können. Kinderrechte im KindergartenDie Österreichischen Kinderfreunde haben ein Kinderrechte-Set für Kindergärten, Kindergruppen, Volksschulklassen und Hortgruppen herausgegeben, das Pädagog/innen dabei unterstützt, Kinderrechte mit Liedern und Spielen zu vermitteln. Das Kinderrechte-Set können Sie um € 35,- (zzgl. Versandspesen) bestellen bei: Knock out!Eigentlich hätte der Newsletter Nr. 1, 2013 die letzte Kinderrechte-Frohbotschaft des Jahres 2012 und zugleich das erste Kalenderfenster 2013 – also Reflexion und Ausblick – werden sollen. Dann aber, während die moderne Welt kaum den von den alten Mayas angekündigten Weltuntergang erwarten konnte, ist, völlig unangekündigt, die Welt in NEWTOWN im Bundesstaat Connecticut für zwölf Mädchen und acht Buben, die Mütter und Väter dieser Kinder und deren Geschwister schon am 14. Dezember untergegangen. Neue Studie zu sozialer Ausgrenzung von KindernDie soziale Herkunft entscheidet in Österreich überdurchschnittlich stark über den Bildungsweg und damit über die weiteren Lebenschancen von Kindern. Jede Strategie gegen Kinderarmut muss Kinder stärken und in ihre Ressourcen investieren. Denn Kinder, die in Armutsverhältnissen aufwachsen, haben ein hohes Risiko als Erwachsener wieder arm zu werden. 116 000 - Notruf für vermisste KinderBei der neuen europaweiten Anlaufstelle 116 000 können sich sowohl Bezugspersonen melden, die ein Kind oder einen Jugendlichen vermissen, die eine Kindesentziehung oder -entführung vermuten, aber auch Kinder und Jugendliche selber, die von zu Hause ausgerissen sind und nicht mehr weiterwissen. Der internationale Notruf für vermisste Kinder ist in Österreich bei der ORF-Telefonhilfe angesiedelt. "Rat auf Draht" hat seit 25 Jahren Erfahrung in der telefonischen Beratung von Kindern, Jugendlichen und deren Bezugspersonen. Die Hotline für vermisste Kinder ersetzt nicht den Polizei-Notruf 133 oder den Euro-Notruf 112! Hotline für gewaltbetroffene Kinder 0800-240-268Das Familienministerium hat eine Helpline für Kinder in ganz Österreich eingerichtet, die selbst von Gewalt betroffen sind oder unter der Gewalt an anderen Menschen leiden. Der Notruf bietet täglich von 8 bis 20 Uhr kostenlose und anonyme Beratung. Außerhalb der Telefonstunden können Fragen bei der anonymen online-Beratung des Kinderschutzzentrums die Möwe gestellt werden, die am nächsten Tag beantwortet werden. www.gewaltinfo.atDie neue Website des BMWFJ informiert zum Thema Gewalt im sozialen Nahraum. Sie soll dazu beitragen, Gewalt leichter als solche zu erkennen, sich Hilfe zu holen, die Gewalt zu beenden und das Erlebte aufzuarbeiten. Sie soll es auch nicht unmittelbar von Gewalt betroffenen Menschen erleichtern, Gewalt wahrzunehmen und zu helfen. Dazu finden Sie umfassende Informationen und Hilfsangebote in ganz Österreich. www.gewalt-ist-nie-ok.atAuf einer eigenen Website können sich Kinder informieren, was Gewalt ist, wie man sich selber oder anderen helfen lassen kann, wie man gut mit negativen Gefühlen umgehen kann, wie sich Konflikte gewaltfrei besser lösen lassen und v.a. mehr. Leitfaden für gewaltfreie Einrichtungen
Das BMWFJ hat einen Leitfaden herausgegeben, der zu einem gewaltfreien Lebensraum in sozial-/pädagogischen Einrichtungen beitragen und kinderrechtliche Standards stärken soll. Sie können den Leitfaden kostenlos bestellen: Bestellservice
Ich habe Rechte, du hast Rechte ...
Eine kindergerechte Gesellschaft ist nicht zuletzt eine Haltungsfrage - die Kinderrechtskonvention ist die Basis dafür. Die Rechte von Kindern und Jugendlichen
Die Broschüre "Die Rechte von Kindern und Jugendlichen - Kinderrechtskonvention" kann kostenlos bestellt werden. Die Broschüre enthält den Text der Konvention sowohl in der offiziellen deutschen Übersetzung als auch in Alltagssprache zusammen gefasst. Mit kurzen Informationen über Entstehung und Sinn und Zweck der Konvention eignet sich die Broschüre gut als Unterrichtsmittel für die Auseinandersetzung mit den im Laufe des 20. Jhdts. entwickelten Rechten von Kindern und Jugendlichen aber auch mit der Sprache von UNO-Dokumenten. (K)ein sicherer Ort. Sexuelle Gewalt an Kindern
Die Broschüre "(K)ein sicherer Ort. Sexuelle Gewalt an Kindern" ist in der 5. Auflage aktualisiert und neu strukturiert erschienen. Sie richtet sich an Bezugspersonen von Opfern, Ärzt/innen, Pädagog/innen, Vertreter/innen der mit Missbrauch befassten Institutionen und sonstige Interessierte, die sich aus verschiedenen Blickrichtungen einen wesentlichen Überblick über die Thematik verschaffen möchten. Die Broschüre informiert über Formen und Folgen von sexuellem Missbrauch, über Täter/-innen und über Anzeichen und Möglichkeiten, sexuellen Missbrauch zu verhindern. Häufig gestellte rechtliche Fragen werden konkret beantwortet und ein übersichtliches Verzeichnis mit wichtigen Ansprechstellen und Hilfseinrichtungen unterstützen bei der Suche nach Hilfe. Kostenlos zu bestellen Leitfaden für die Kinderschutzarbeit in Gesundheitsberufen
Der Leitfaden „Gewalt gegen Kinder und Jugendliche“ soll Ärzt/innen in Spitälern, in der freien Praxis sowie Schulärzt/innen helfen, Gewaltsymptome am Kind zu erkennen, Gewalt zur Sprache zu bringen, Hilfe einleiten und methodisch richtig zum Schutz der Opfer handeln zu können. Mit dieser Hilfestellung soll die Kinderschutzarbeit in Gesundheitsberufen unterstützt werden: Denn Ärzt/innen können mit ihrer besonderen Aufmerksamkeit dazu beitragen, die Not betroffener Kinder wahrzunehmen und rasch Hilfe einzuleiten. 20 Jahre gesetzliches Gewaltverbot in Österreich
Die im Auftrag des BMWFJ erstellte Studie "Familie – kein Platz für Gewalt!(?) 20 Jahre gesetzliches Gewaltverbot in Österreich" vergleicht das Erziehungsverhalten und die Einstellung zu Züchtigung in drei Ländern mit (Österreich, Deutschland, Schweden) und zwei Ländern (Frankreich, Spanien) ohne Gewaltverbot. Weiters enthält die Publikation die Ergebnisse einer Befragung von Expert/innen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu ihren Wahrnehmungen bezüglich Gewalt in der Erziehung und Möglichkeiten zur Unterstützung. Indikatoren und Risikoprofile für die Identifikation von Opfern von Kinderhandel
Ein Infofolder mit allgemein gültigen Indikatoren und Risikoprofilen soll Mitarbeiter/innen der Jugendwohlfahrt, Polizei und Fremdenbehörden sowie Botschaften und Konsulate die meist schwierige Identifikation von Kindern, die besonders gefährdet sind, Opfer von Menschenhandel zu werden oder schon Opfer sind und den Umgang mit Opfern erleichtern. Der Folder – kostenlos zu bestellen - kann auch zur Bewusstseinsbildung im Kampf gegen eine besonders tragische Form der Kinderrechtsverletzung eingesetzt werden. Kinderrechte in der BundesverfassungDer Nationalrat hat am 20. Jänner 2011 mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP, FPÖ und BZÖ das Bundesverfassungsgesetz über die Rechte der Kinder beschlossen. Er hat damit ein gesellschaftspolitisches Signal gesetzt, dass das umfassende Wohl von Kindern und Jugendlichen neben dem Schutz der Umwelt oder der Landesverteidigung zu den grundlegenden Staatszielen gehört. Damit wird sichergestellt, dass bei allen Rechtsakten die eventuellen Auswirkungen auf Kinder berücksichtigt werden müssen. Mit der Verankerung der zentralen Grundprinzipien der Konvention, wonach das Kindeswohl vorrangiger Erwägungsgrund ist (Art. 1) und die Meinung des Kindes berücksichtigt werden muss (Art. 4) soll gewährleistet sein, dass die Rechte der Kinder eingehalten werden. Denn wenn allein diese beiden Artikel das Maß für unser aller Handeln sind, dann sind auch alle anderen Kinderrechte auf Schutz vor Gewalt und Ausbeutung, auf adäquate Versorgung mit den Gütern unserer Gesellschaft und das Recht auf Partizipation berücksichtigt. Österreich nimmt mit diesem Gesetz international eine Vorreiterrolle ein. Einzelne Bundesländer (Salzburg, Oberösterreich und Vorarlberg) sind mit gutem Beispiel, mit Referenzen auf die Kinderrechte in ihren Landesverfassungen, vorausgegangen. Beschwerde beim UN-KinderrechtausschussDie UN-Generalversammlung hat am 19. Dezember 2011 einen neuen völkerrechtlichen Vertrag für Kinder beschlossen, der es möglich machen soll, auf internationaler Ebene gegen Verletzungen der in der Kinderrechtskonvention verbrieften Rechte vorzugehen, wenn nationale Rechtsmittel versagen. |
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