Seitenanfang

Inhalt

Elternberatung vor einvernehmlicher Scheidung

Beratung von Eltern nach § 95 Abs. 1a AußStrG über die spezifischen aus der Scheidung resultierenden Bedürfnisse ihrer minderjährigen Kinder

Seit dem Kindschafts- und Namensrechtsänderungs-Gesetz 2013 haben sich Eltern vor einer Regelung der Scheidungsfolgen bei Gericht “über die spezifischen aus der Scheidung resultierenden Bedürfnisse ihrer minderjährigen Kinder bei einer geeigneten Person oder Einrichtung beraten zu lassen” (§ 95 Abs. 1a AußStrG).

Damit soll in Pflegschaftsverfahren ein stärkerer Fokus auf die Bedürfnisse des Kindes gerichtet und die Interessen und das Wohl des Kindes in vor Gericht ausgetragenen Obsorge- und Kontaktrechtskonflikten deutlicher in den Vordergrund gerückt werden.

Dies bedeutet, dass alle Paare in Österreich, die eine einvernehmliche Scheidung anstreben, gesetzlich verpflichtet sind, sich über die mit einer Scheidung verbundenen Folgen für minderjährige Kinder beraten zu lassen und dies gegenüber dem Gericht – etwa durch Vorlage einer Bestätigung – glaubhaft zu machen.

Liste der anerkannten Berater/innen

Die Liste soll lediglich eine Orientierungshilfe für Eltern bei der Suche darstellen; den Richter/innen bleibt es jedoch aufgrund eigener Wahrnehmungen unbenommen, Beratungen im Sinn des § 95 Abs. 1a AußStrG durch andere Berater/innen als geeignet anzuerkennen.

Auf Grundlage eines auf Basis der Qualitätsstandards samt Empfehlungen für die Beratung nach § 95 Abs. 1a AußStrG durchgeführten Anerkennungsverfahrens steht mit der Liste der anerkannten Beraterinnen und Berater in ganz Österreich ein umfassendes Beratungsangebot zu Verfügung.

Zur Bewerbung

Die Akkreditierung von Bewerber/innen für die Beratung nach § 95 Abs. 1a AußStrG wird halbjährlich (Juni / November) von der eigens dazu eingerichteten Kommission vorgenommen.

Die von der Kommission anerkannten Berater/innen werden vom Ergebnis der Kommissionsberatungen verständigt und in die Liste der anerkannten Beraterinnen und Berater eingetragen.

Familien- Eltern- oder Erziehungsberatung nach § 107 Abs. 3 Z 1 AußStrG

Bewerbungen zur Anerkennung als geeignete/r Familien-, Eltern- oder Erziehungsberater/in nach § 107 Abs. 3 Z 1 AußStrG können ausschließlich mit dem Online-Formular eingebracht werden- dies ist hier zu finden: http://rel.trennungundscheidung.at/bewerbung/

Als Bewerbung wird nur angenommen, wenn das Online-Formular vollständig ausgefüllt und mit den geforderten Nachweisen belegt und unterfertigt ist.

Nach Abschluss der elektronischen Bewerbung drucken Sie bitte Ihre Bewerbung / Bewerbungsunterlagen aus und senden Sie die kompletten und von Ihnen schriftlich unterzeichneten BEWERBUNGSUNTERLAGEN postalisch an die folgende Adresse:

Bundesministerium für Familien und Jugend Geschäftsstelle der §107 AußStrG-Beratung Abteilung I/6, Untere Donaustraße 13-15, 1020 Wien

Die Bewerbungsfrist beginnt am 1.10.2016 und endet am 30.10.2016.

Die HEARINGS, zu welchen die Bewerber/innen nach Übermittlung vollständiger Bewerbungsunterlagen mit separater email eingeladen werden, finden am 14./15. November 2016 in Wien bzw. Attnang-Puchheim/OÖ statt.

QUALITÄTSSTANDARDS: Qualitätsstandards zur Familien- Eltern- oder Erziehungsberatung nach § 107 Abs. 3 Z 1 AußStrG

zum Seitenanfang